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Die Offizierseiten

 

Historische Leitbilder

Dem militärhistorisch Geneigten kommen zum Thema General-/Admiralstabsoffizier stets die Namen Scharnhorst und Moltke in den Sinn. Ersterer, Held bürgerlicher Abkunft, Begründer der Allgemeinen Wehrpflicht und erster Träger des Eisernen Kreuzes mit der Tragik, nie ein eigenes Kommando geführt zu haben, letzterer, das Sprachengenie mit seiner unvergleichlichen Vita und entscheidender Konzeptionär der großen Kriege von 1864, 1866 und 1870/71, aus denen Deutschland in seiner jetzigen Gestalt entstanden ist.

Beide stehen für Persönlichkeiten, denen ihre Überzeugung stets das Wichtigste war und deren Zielstrebigkeit sich im Denken und Schaffen neuer Strukturen erfüllte - gegen den heftigen Widerstand des tradierten Systems. Welch eine Leistung angesichts des unbestrittenen Primats eines Königs, der sein Führertum von der Gnade Gottes ableitete.

Die geistige und persönliche Unabhängigkeit dieser beiden Offiziere macht ihre wahre Größe aus – frei im Denken und in ihrer Meinung niemandem Unteran! Dabei gleichwohl loyal im Befolgen von Befehlen – ihr ganzes Leben lang Diener einer Sache, an die sie unerschütterlich glaubten. Beide lebten ein erfülltes Offiziertum ganz im Sinne von Seneca: „Nicht wer auf Befehl etwas tut, ist unglücklich, sondern wer es gegen seinen Willen tut!“.