Die Offizierseiten

 Chronologie der Gefallenen am Hindukush

Unseren mehr als 50 Gefallenen

6. März 2002: Beim Versuch, eine russische Bodenluftrakete zu entschärfen, sterben die beiden Oberfeldwebel Thomas Kochert und Mike Rubel und drei dänische Kameraden.

21. Dezember 2002: Bei einem Hubschrauber-Absturz in Kabul werden sieben Bundeswehrsoldaten getötet. Die Opfer sind Hauptmann Friedrich Deininger, Stabsunteroffizier Frank Ehrlich, Hauptfeldwebel Heinz-Ullrich Hewußt, Hauptfeldwebel Bernhard Kaiser, Hauptfeldwebel Thomas Schiebel, Hauptgefreiter Enrico Schmidt und Oberleutnant Uwe Vierling. Es ist das schwerste Unglück bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Ursache ist ein Materialfehler.

20. März 2003: Hauptmann Holger Nippus stirbt unter nicht näher bekannten Umständen in Kabul.

17. Mai 2003: Major Alexander Julius Hofert stirbt unter nicht näher bekannten Umständen südlich von Kabul.

29. Mai 2003: Ein Geländewagen fährt in der Nähe des deutschen Isaf-Camps in Kabul auf eine Mine. Der Stabsgefreite Stefan Kamins stirbt.

7. Juni 2003: In Kabul werden bei einem Selbstmordattentat vier Bundeswehrsoldaten getötet. Es handelt sich dabei um Stabsunteroffizier Jörg Baasch, Oberfähnrich Andreas Beljo, Feldwebel Helmi Jimenez-Paradis und Oberfeldwebel Carsten Kühlmorgen.

17. Oktober 2004: Der Hauptgefreite Silvio Schattmann stirbt unter nicht näher bekannten Umständen in Kabul.

25. Juni 2005: Hauptfeldwebel Andreas Heine und Oberfeldwebel Christian Schlotterhose sowie sechs Afghanen kommen bei einem Anschlag in Rustaqu nordöstlich von Kundus ums Leben.

7. August 2005: Hauptgefreiter Boris Nowitzki stirbt südöstlich von Kabul bei einem Verkehrsunfall.

14. November 2005: Oberstleutnant Armin Franz stirbt in Kabul durch einen Selbstmordattentäter in einem Auto.

17. Dezember 2006: Oberfeldwebel Christian Kopp stirbt bei einem Munitionsunfall außerhalb von Kabul.

19. Mai 2007: Bei einem Selbstmordanschlag eines Taliban-Terroristen auf einem Markt in Kundus werden zehn Menschen getötet, darunter Hauptmann Matthias Standfuß, Oberfeldwebel Michael Neumann und Hauptfeldwebel Michael Diebel.

15. August 2007: Bei einem Bombenanschlag in der Nähe von Kabul kommen drei deutsche Polizisten ums Leben. Es sind Kriminaloberkommissar Jörg Ringel, Polizeiobermeister Alexander Stoffels und Polizeiobermeister Mario Keller.

8. September 2007: Ein namentlich nicht bekannter Oberfeldwebel stirbt in Mazar-e-Sharif.

25. August 2008: Der Hauptfeldwebel Christian Cemnitz stirbt in Termez (Usbekistan), wo die Bundeswehr einen Stützpunkt hat, über den die Einheiten in Afghanistan ihren Nachschub bekommen. Hier landen die Soldaten auch auf dem Weg nach Afghanistan oder nach Deutschland.

27. August 2008: Eine Patrouille der Bundeswehr gerät in der Nähe der nordafghanischen Stadt Kundus in eine Sprengfalle. Hauptfeldwebel Mischa Meier erliegt seinen Verwundungen, drei weitere Soldaten werden verletzt.

20. Oktober 2008: Bei einem Sprengstoffanschlag nahe der nordafghanischen Stadt Kundus reißt ein Selbstmordattentäter zwei Bundeswehrsoldaten, den Stabsunteroffizier Patrick Behlke und den Stabsgefreiten Roman Schmidt, mit in den Tod. Bei dem Anschlag sterben auch fünf in der Nähe spielende Kinder.

14. März 2009: Bei einem Verkehrsunfall im Norden Afghanistans stirbt ein deutscher Soldat. Das geschützte Fahrzeug kam bei einer Patrouillenfahrt nahe des Feldlagers Feisabad von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Zwei weitere Soldaten wurden leicht verletzt.

29. April 2009: In der Nähe der nordafghanischen Stadt Kundus gerät eine Patrouille der Bundeswehr in einen Hinterhalt. Der Hauptgefreite Sergej Motz stirbt, vier weitere Soldaten werden verletzt. Wenige Stunde zuvor werden bei einem Attentat in der Nähe des deutschen Feldlagers Kundus fünf deutsche Soldaten leicht verletzt.

23. Juni 2009: Drei deutsche Soldaten sterben in der nordafghanischen Region Kundus in Folge eines Gefechts. Beim Ausweichen kommt ein Transportpanzer Fuchs beim Rückwärtsfahren von der Fahrbahn ab und überschlägt sich in ein Flussbett. Der Hauptgefreite Alexander S., der Hauptgefreiter Oleg Melling und der Obergefreite Martin B. können sich nicht retten.

4. Oktober 2009: Der 24-Jährige Patric Sauer, Stabsgefreiter der 4. Kompanie des Fallschirmjägerbataillons 263 in Zweibrücken, stirbt an den Folgen eines Selbstmordanschlages, der im afghanischen Kunduz im August 2008 auch einen weiteren Bundeswehrsoldaten schwer verletzte.

2. April 2010: Drei Bundeswehrsoldaten einer Patrouille bei Kundus sterben im bis dato schwersten Gefecht mit rund 100 Taliban-Kämpfern. Einen trifft eine tödliche Kugel am Kopf, ein anderer fällt einer Explosion zum Opfer. Der dritte stirbt an drei Schüssen ins Bein. Zu den Toten zählen der Hauptfeldwebel Niels Bruhns, 35, der Stabsgefreite Robert Hartert, 25, und den Hauptgefreite Martin Augustiniak, 28 - alle aus einem Fallschirmjäger-Bataillon im niedersächsischen Seedorf.

15. April 2010 Bei einem Gefecht in der Nähe der Stadt Baghlan sterben vier deutsche Soldaten, während der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gerade seinen Truppenbesuch vor Ort beendet. Bei den gefallenen Soldaten handelt es sich um den 33-jährigen Oberstabsarzt Thomas Clemens Broer vom Bundeswehrkrankenhaus Ulm, den 38-jährigen Major Jörn Radloff von der Unteroffizierschule Weiden in der Oberpfalz sowie den 32-jährigen Hauptfeldwebel Marius Josef Dubnicki und den 24-jährigen Stabsunteroffizier Josef Otto Kronawitter vom Gebirgspionierbataillon 8 aus Ingolstadt.

Getötet wurden drei von ihnen durch eine Sprengfalle. Sie ging hoch nachdem schon mehrere Fahrzeuge die Stelle passiert hatten und ein Räumkommando die Stelle geprüft hat. Der Oberstabsarzt kam ums Leben, als das gepanzerte Fahrzeug in dem er saß am Ende einer Kolonne beschossen wurde.

7. Oktober 2010 Es passiert an einer Straße in der nordafghanischen Provinz Baghlan: Eine Bundeswehr-Patrouille, eingesetzt zur Sicherung einer Brücke auf der wichtigen Nachschubroute Richtung Kabul, wird von einem Aufständischen attackiert. Dieser sprengt sich in der Nähe der deutschen Soldaten in die Luft. Der 26-jährige Sanitäts-Oberfeldwebel Florian Pauli vom Fallschirmjägerbataillon 313 in Seedorf stirbt, 14 weitere Bundeswehr-Soldaten werden verletzt.

18. Februar 2011 Mehr als vier Monate befinden sich Hauptfeldwebel Georg Missulia, der Stabsgefreite Konstantin Menz und der Hauptgefreite Georg Kurat vom Panzergrenadier-Bataillon 112 aus dem bayerischen Regen bereits in Afghanistan im Einsatz. Sie sind als Besatzung eines Marder-Panzers im Außenposten OP North stationiert, einem der gefährlichsten Stützpunkte im deutschen Einsatzgebiet in Nordafghanistan, etwa eine Stunde südlich des Feldlagers Kundus. Sie gehören zu den ersten Einheiten, die mit afghanischen Soldaten operieren. Und sie haben ihren Einsatz beinahe überstanden, sollen in wenigen Tagen abgelöst werden, heimkehren nach Deutschland. Sie warten gerade ihr Fahrzeug, mitten im Außenposten, als ein afghanischer Soldat aus nächster Nähe auf sie schießt. Sie sterben, sechs ihre Kameraden werden verwundet, einer davon schwer.

25. Mai 2011: Es ist der traurige Auftakt zu einer besonders verlustreichen Zeit für die Bundeswehr: Bei einer Sprengstoffattacke in der Nähe von Kundus kommt ein Hauptmann ums Leben. Es handelt sich wahrscheinlich um Markus Matthes aus dem hessischen Stadtallendorf, die Angaben zu seinem Dienstgrad sind jedoch zunächst widersprüchlich. In Nachrichtenagenturen wird Matthes als Hauptfeldwebel bezeichnet.

28. Mai 2011: Major Thomas Tholi und Hauptfeldwebel Tobias Lagenstein sterben bei einem Anschlag auf ein deutsch-afghanisches Sicherheitstreffen in Talokan. Insgesamt kommen sieben Menschen ums Leben, neben dem Ex-Milizenchef und späteren Beauftragten für Drogenbekämpfung Daud Daud auch der Polizeichef der Provinz Tachar. Der deutsche Kommandeur des Isaf-Regionalkommandos Nord, General Markus Kneip, und vier weitere Bundeswehrsoldaten werden verletzt.

2. Juni 2011: Zum dritten Mal innerhalb von neun Tagen hat die Bundeswehr ein Todesopfer in Nordafghanistan zu beklagen. Ein deutscher Soldat kommt am Donnerstagmorgen bei einem Sprengstoffanschlag in der Provinz Baghlan ums Leben. Fünf weitere werden verletzt, zwei davon schwer. Den Angaben der Bundeswehr zufolge explodiert ein improvisierter Sprengsatz und traf einen deutschen Schützenpanzer vom Typ Marder.